Monat: Oktober 2015

Auf der Suche nach der Himmelsstadt (3)

Nach dem zwei, völlig unterschiedlich, gotische Kirchen etwas genauer unter die Lupe genommen wurden, wird es Zeit für etwas anderes. Unigenita und Tarquinius sprechen in ihren Beiträgen von der gesucht-gefundenen Himmelsstadt in gotischen Kirchen – Aber das muss ja nicht zwingend heißen, dass man nicht auch in Kirchen anderer Stilepochen ähnliches entdecken und empfinden kann. Es muss also ein Gegenexperiment her – So weit jedenfalls mein Gedankengang.

Ich gebe zu, diese Kirche gar nicht geplant aufgesucht zu haben. Tatsächlich hat meine Begleitung diese Kirche entdeckt, aber wie sagte man mal zu mir: Man solle an keiner Kirche vorbei gehen ohne dem Herrn ‚Guten Tag‘ zu sagen. 😉 (Übrigens leichter gesagt als getan!)

Heute gehts hier also mal um den Versuch die Himmelsstadt in der Augustinerkirche in Mainz zu entdecken. Abenteuerlich.
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Unerwarteter Aufruf zur Beichte?

Ich gebe zu ‚ein wenig‘ interpretationswütig zu sein… Manchmal passiert das einfach. Statt dem Krinchen-Bienchen heute also ein Interpretations-Bienchen. Zuletzt passierte so was gestern wieder…
Im Radio lief das neue Lied der Band Silbermond mit dem Titel Leichtes Gepäck. Hier ein paar Zeilen, den kompletten Song kann man sich beim Klick aufs Cover anhören, wenn man möchte.

Silbermond-Cover

Eines Tages fällt dir auf
dass du 99% nicht brauchst
Du nimmst all den Ballast
und schmeisst ihn weg
Denn es reist sich besser
mit leichtem Gepäck

Nicht nur ein kleiner
Hofstaat aus Plastik auch
die Armee aus Schrott und Neurosen
auf deiner Seele wächst immer mehr
hängt immer öfter Blutsaugend an deiner Kehle
Wie Geil die Vorstellung wär
das alles loszuwerden
Alles auf einen Haufen
mit Brennpaste und Zunder
und es lodert und brennt so schön
Ein Feuer
in Kilometern noch zu seh’n

Ganz offensichtlich ist die Intention des Liedes sich von ‚Altlasten‘ zu trennen; ob nun materielle Gegenstände oder aber emotionale Eindrücke – Alles was man nicht (mehr) braucht soll verschwinden – Denn dann lässt es sich einfacher leben.
Bei der Stelle „[die] Armee aus Schrott und Neurosen auf deiner Seele wächst immer mehr“ drängt sich mir jedoch automatisch die Frage auf: Was soll ich dagegen tun? Wie kann ich diesen ‚Schrott‘ loswerden, um gut und ‚einfacher‘ durchs Leben zu gehen?

  • Möchte die Band (unbewusst) vielleicht doch vermitteln, dass man durch die Versöhnung, durch das Sakrament der Beichte (und Buße) Gepäck loswerden kann?
    Schließlich schmeißt seinen Ballast dort weg, man reist danach besser – Mit leicht[er]em Gepäck. 😉

Für einen wundervollen Tag :-)

image-2

360° Panorama von der Zugspitze, 6.30 Uhr*

O Blessed Mary,
Mother of God,
Virgin for ever,
temple of the Lord,
sanctuary of the Holy Ghost,
thou, without any example before thee,
didst make thyself well-pleasing in the sight of our Lord Jesus Christ;
pray for the people,
plead for the clergy,

make intercession for all women vowed to God.**

Altar in der Marienkapelle, Mainzer Dom

Altar in der Marienkapelle, Mainzer Dom (aus Holz geschnitzt!)

Warum wird am Weltfrauentag eigentlich nie an Maria gedacht?

*Panomax
**Aus dem Benedictus-Canticum zur Laudes, Rubriken von 1960

Auf der Suche nach der Himmelsstadt (2)

Wenn man an einem Samstagmorgen um 4 Uhr aufsteht muss das schon einen sehr guten Grund haben… Am vergangenen Samstag gab es so einen: Ein  Tagesausflug in das südliche Rheinland-Pfalz/Saarland und ziemlich spontan auch noch nach Luxemburg!

In einem anderen Beitrag wird es dann einmal um den Trier Dom und die Notre-Dame Kathedrale in Luxemburg gehen, allerdings bin ich mir da noch unsicher was die Umsetzung betrifft.

Jetzt und hier gibt es aber erst einmal einen kleinen Bericht und Bilder zur Liebfrauenkirche in Trier. 🙂
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3…2…1… (Diese Reliquie ist nun) meins!?


Da für morgen mal wieder ein kleiner Ausflug ansteht muss Frau sich ja informieren wo es hingeht… Etwas verwundert, dass das Grab der Hl. Hildegard ‚von Bingen‘ gar nicht in Bingen sondern in Rüdesheim zu finden ist, ergab sich o.g. kleiner Austausch.

Ohne jemanden zu Nahe treten zu wollen, aber das finde ich schon ziemlich grenzwertig. Sowohl frage ich mich was das denn für Verkäufer sind, als auch, wer denn sowas kauft…
Ich könnte mir weder vorstellen dort etwas von „xyz“ zu ersteigern und es anschließend bedenkenlos zu verehren…. Noch, wenn ich so etwas wertvolles besäße, verkaufen zu wollen. Und für all die Käufer, die vielleicht mehr Vertrauen da haben und möglicherweise noch richtig viel Geld dafür ausgeben, tut es mir umso mehr leid, wenn sie am Ende vielleicht wirklich nur auf Trickbetrüger reingefallen sind.

Allerdings bin ich da scheinbar ohnehin etwas komisch eingestellt, so konnte/kann ich mir auch nicht vorstellen einen Rosenkranz übers Internet zu bestellen… Übers Internet bestelle ich eben alltägliche Dinge, Bücher, Filme, meinetwegen auch Essen… Aber Sakramentalien online „zu shoppen“… Irgendwie kann ich das nicht mit mir vereinbaren. Aber muss ich ja auch nicht, zum Glück gibt es da ja auch genug andere Möglichkeiten, die ohne das WWW möglich sind.

Ich bin jedenfalls gleichsam erschrocken, wie auch empört, wie wenig Skrupel und ja, eigentlich auch Respekt, der ein oder andere heute hat. Traurigerweise muss ich so was immer öfter feststellen… Da wundert es mich, dass mich so was überhaupt noch emotional mitnehmen kann…

PS: Besucht wird morgen nun sowohl das Grab in Eibingen, als auch die Benediktinerabtei (die in Rüdesheim liegt und nicht in Bingen? oO … Ich hoffe das wird sich morgen irgendwie alles aufklären wo nun was zu finden ist… Welch ein Chaos.) – ob nun mit oder ohne Reliquie dort. Und dann werde ich auch mal an alle EBay-Reliquien-Verkäufer (und deren möglichen ‚Opfer‘) denken…

Hl. Simon und Judas

Kollekte vom Tag

O God, Who have given us a way of coming to know Your name through Your blessed Apostles Simon and Jude, grant us to honor their everlasting glory by becoming more holy and to become more holy by honoring it.

 

Und noch eine schöne Bauernregel zu den beiden Aposteln.. Sehr passend wie ich finde.

„Es sitzen auch die heiligen Herrn,
am warmen Ofen gern.“

Erbauliches aus der Bibel

Beständig habe ich den Herrn vor Augen. Ist er zu meiner Rechten, so wanke ich nicht. Darum freut sich mein Herz und jubelt mein Gemüt; auch mein Leib kann sorglos ruhen. Denn du gibst mein Leben nicht der Unterwelt preis und lässt deinen Frommen die Grube nicht schauen.

Ps 16:8-10

 

Das innere Gebet

Vor ungefähr 12 Wochen, als ich ernsthafte Gespräche zum Thema Glaube, Gott und Gebet suchte, schrieb man mir zum Thema Kontemplation dies:

„Letztlich läuft es darauf hinaus, dass die innere Unterhaltung, die man führt, mehr und mehr eine Unterhaltung mit Gott wird. Dass er der erste Gesprächspartner in unserem Leben wird.“

Schon damals fand ich das genau das die Quintessenz ist. Aber auch noch oder gerade heute finde ich, das es wichtig ist, sich eben dies Tag für Tag aufs Neue vor Augen zu führen und es nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Den Tag mit Gott zu verbringen und nicht vor sich hinzuleben und ihm am Ende nur davon zu berichten.

Ich danke Dir vielmals für Deine Worte.

Was wir nicht vergessen sollten…


Vor längerer Zeit hab ich mir ein neues Hobby zugelegt: Handlettering heißt es, und ist für alle die, die nicht unbedingt mit der Zeichengabe beschenkt sind, eine nette Möglichkeit trotzdem ein wenig Kreativität auszuleben.

Mir gefällt es ohnehin Zitate, Sprüche oder einfach wichtige Gedanken festzuhalten.

Und so entstand heute ein kleines Mini-Lettering auf der Arbeit. Denn wir sollten nie vergessen dankbar zu sein. 🙂

Einen schönen guten Morgen :-)

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As the bird, whose clarion gay
Sounds before the dawn is grey,
Christ, who brings the spirit’s day,
Calls us, close at hand:

Wake! he cries, and for my sake,
From your eyes dull slumbers shake!
Sober, righteous, chaste, awake!
At the door I stand!

Lord, to thee we lift on high
Fervent prayer and bitter cry:
Hearts aroused to pray and sigh
May not slumber more:

Break the sleep of death and time,
Forged by Adam’s ancient crime;
And the light of Eden’s prime
To the world restore!*

Hymnus zur Laudes (vom Tag), Rubriken von 1960