Auferstehung am Morgen

Vor einigen Monaten hat die liebe Theresia von Vias Vitae einen kurzen Beitrag zum Thema „Auferstehung am Morgen“ gepostet. Da ich darüber in den letzten Tagen besonders nachgedacht habe und es zusätzlich ein wichtiger Gedanke ist, möchte ich ihn einfach noch einmal teilen. 🙂

Ich habe einmal von einem Mönch gehört, was es für ihn bedeutet, morgens aufzustehen. Er sei jeden Morgen Gott dankbar dafür, nach der Nacht aufstehen zu können und sieht das konkret körperliche morgendliche Aufstehen in Analogie zu Christi Auferstehung.
Das passt auch zur Deutung der Nacht als Vorgriff auf den Tod – nicht umsonst ist das “Nunc Dimittis” ein Teil des Nachtgebets der Kirche, das “Sterbegebet” des greisen Simeon, nachdem er Jesus, seinen Heiland, gesehen hat.
Ich fand diesen Gedanken sehr schön und versuche mehr schlecht als recht, allmorgendlich Gott dafür zu danken, aufwachen und aufstehen zu können.

Vielleicht kann das eine kleine Anregung für “Glaube im Alltag” auch für andere sein.

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5 Kommentare

    1. Bitte… Vieles geht verloren, wenn man sich nicht daran erinnert (das ist ja bei allem so). 🙂
      Ich wünschte ich hätte morgens früh überhaupt schon Gedanken… Meist bin ich einfach noch so müde, dass ich nur aus dem Bett ins Bad falle, ohne dabei überhaupt zu denken… Daher fand ich diese Worte so schön, weil sie einen verdeutlichen, was es überhaupt heißt morgens aufzu(er)stehen… und das man da doch wenigstens ein bisschen dankbar sein sollte.

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      1. Vielleicht kommt es bei mir ja auch genau daher, weil ich morgens noch so müde bin, dass ich denke, ich kann unmöglich schon geschlafen haben und es kann nur „Nunc Dimittis“-Zeit sein…. 😉
        Nein, im Ernst, du hast Recht, gerade diese Dankbarkeit für alltägliches, die man gerade deshalb so leicht vergisst, ist eigentlich so wichtig. Eben wegen der Alltäglichkeit

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        1. Dies ist wohl ein Problem, das weiterverbreitet ist… 😀
          Genau… Das alltägliche, selbstverständliche wird (wie auch in langen menschlichen Beziehungen) viel zu häufig verdrängt oder vergessen – Dabei kann sich so was doch ganz schnell ändern und dann wünscht man sich das alltägliche so sehr zurück und ist böse auf sich selbst nicht besser drauf aufgepasst zu haben und nicht dankbarer gewesen zu sein. Warum lässt man es denn überhaupt so weit kommen?

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  1. Ja, diese DInge nimmt man oft erst wieder wahr, wenn sie fehlen. Weil sie durch ihre Gleichförmigkeit garnicht mehr auffallen. Wie in der Musik, wo man nur die führende(n) Stimme(n) deutlich wahrnimmt und das fehlen der Basslinie erst bemerkt, wenn sie pausiert.

    Das schöne ist aber doch, sobald man es erkannt hat, kann man versuchen das alltägliche mehr wertzuschätzen! 🙂

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