Monat: November 2015

Ora pro nobis beátus Andréas Apóstolus

Patron für Ehevermittlung, Eheglück und Kindersegen
El Greco: Andreas, 1606, Museo del Greco in Toledo Ökumenisches Heiligenlexikon

El Greco: Andreas, 1606, Museo del Greco in Toledo
Ökumenisches Heiligenlexikon

Heute mal ein bisschen mehr Englisch. 😀 Aber ich denke immer, wenn ich das sogar verstehe…

Dearly beloved brethren, ye hear how that Peter and Andrew, having once heard the Lord call them, left their nets, and followed their Saviour. As yet they had seen none of His miracles, as yet they had received no promise of their exceeding and eternal reward; nevertheless, at one word of the Lord they forgot all those things which they seemed to have. We have seen many of His miracles; we have received many of His gracious chastenings; many times hath He warned us of the wrath to come and yet Christ calleth and we do not follow.
He who calleth us to be converted is now enthroned in heaven; He hath broken the necks of the Gentiles to the yoke of the faith, He hath laid low the glory of the world, and the wrecks thereof, falling ever more and more to decay, do preach unto us that the coming of that day when He is to be revealed as our Judge is drawing nigh and yet, so stubborn is our mind, that we will not yet freely abandon that which, will we, nill we, we lose day by day. Dearly beloved brethren, what shall we answer at His judgmentseat, we whom no lessons can persuade, and no stripes can break of the love of this present world?
Perhaps one perchance will ask in his heart, what Peter or Andrew had to lose by obeying the call of the Lord? Dearly beloved brethren, we must consider here rather the intention than the loss incurred by this obedience. He that keepeth nothing for himself, giveth up much; he that sacrificeth his all, sacrificed! what is to him a great deal. Beyond doubt, we cling to whatever we have, and what we have least, that we desire most. Peter and Andrew therefore gave up much when they gave up even the desire of possessing anything.*

 

 

*7.-9. Lesung der Matutin, Homilie vom Hl. Papst Gregor, Rubriken von 1960

Adventsbeginn

Ad te levávi ánimam meam: Deus meus, in te confídeo, non erubéscam: neque irrídeant me inimíci mei: étenim univérsi, qui te exspéctant, non confundéntur. Zu Dir erhebe ich meine Seele; mein Gott, auf Dich vertraue ich. Drob werd‘ ich nicht erröten, noch sollen meine Feinde mich verlachen. Denn all die vielen, die auf Dich warten, werden nicht enttäuscht.

*Introitus vom Fest, Schott, 1957

Erbauliches aus der Bibel

Überall dieses Teufels-Gerede heute… Das macht einen ja ganz depressiv!

Nach diesen Worten erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sprach: »Vater, gekommen ist die Stunde, verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche, wie du ihm Macht gegeben hast über alles Fleisch, damit er allem, was du ihm gabst, ewiges Leben gebe. Das aber ist das ewige Leben, daß sie dich erkennen, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus. Ich habe dich verherrlicht auf Erden, indem ich das Werk vollbrachte, das zu vollbringen du mir übergeben hast. Und nun verherrliche du mich, Vater, bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.
Ich tat deinen Namen den Menschen kund, die du mir gabst aus der Welt. Dein waren sie, und mir gabst du sie, und dein Wort haben sie bewahrt. Nun haben sie erkannt, daß alles, was du mir gegeben hast, von dir ist; denn die Worte, die du mir gabst, haben ich ihnen gegeben, und sie nahmen sie an und erkannten in Wahrheit, daß ich von dir ausgegangen bin, und sie glaubten, daß du mich gesandt hast. Ich bitte für sie; nich für die Welt bitte ich, sondern für sie, die du mir gabst, denn sie sind dein. Das Meine ist alles dein, und das Deine ist mein, und verherrlicht bin ich in ihnen. Ich bin nicht mehr in der Welt, sie aber sind in der Welt, und ich gehe zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, auf daß sie eins seien wie wir.[…] Vater, was du mir gegeben hast: ich will, daß dort, wo ich bin, auch sie bei mir seien, auf daß sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast, weil du mich geliebt hast vor Grundlegung der Welt. Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt, und diese haben erkannt, daß du mich gesandt hast; und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in ihnen.«

Joh 17:1-12, 24-26

Wenn Messdiener die hl. Messe schöner machen… oder so.

Neulich sprach ich mal über die Frömmigkeit und darüber wann und woher man denn wissen wolle ob jemand fromm ist oder ob es nur so scheint.
Am Ende stand dann die Unterscheidung zwischen den frömmigen Handlungen und dem Handelnden selbst… Es ist eine fromme Handlung eine hl. Messe zu besuchen – Ob ich diese jedoch aus frommen Gründen besuche oder um den tollen Messdiener dort anzuhimmeln und zu beeindrucken kann niemand anderes beurteilen… Letztendlich bleibt die objektive Handlung des Messbesuchs (ob nun mit oder ohne Messdiener) jedoch fromm – Was wir dabei in unserem Herzen tragen weiß Gott allein… Aber das er es weiß sollte uns bewusst sein. 😉
Dem Thema der „wahren Frömmigkeit“ bin ich dann gestern nochmals in der Philothea begegnet.

Es gibt nur eine wahre Frömmigkeit, an falschen und irrigen Spielarten dagegen eine ganze Reihe. Wenn du die echte nicht kennst, kannst du dich leicht verirren und einer unbrauchbaren, abergläubischen nachlaufen.[…] Ein anderer hält sich für fromm, weil er täglich eine Menge Gebete heruntersagt, obwohl er nachher seiner Zunge alle Freiheit lässt für Schimpfworte, böse und beleidigende Reden gegen Hausgenossen und Nachbarn. […] Der andere verzeiht wohl seinen Feinden, seine Gläubiger befriedigt er aber nur, wenn ihn das Gericht dazu zwingt.
Gewöhnlich hält man alle diese Menschen für fromm, sie sind es aber keineswegs. Die Leute Sauls suchten David in seinem Haus; Michal legte in sein Bett eine Holzfigur, angetan mit Davids Kleidern, und täuschte ihnen vor, David liege krank danieder (1 Sam 19,11ff). So umhüllen sich auch viele Leute mit bestimmten Handlungen, die zur heiligen Frömmigkeit gehören, und die Welt hält sie deswegen für fromme, religiöse Menschen. In Wirklichkeit besitzen sie aber nur den Schein der Frömmigkeit.

Franz von Sales, Philothea, 1. Kapitel: Was ist wahre Frömmigkeit?

Hl. Katharina von Alexandria

Patronin der Heiratswilligen und Ehefrauen
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Lukas Cranach der Ältere: Die mystische Vermählung von Katharina (links) mit Jesus (dem Kind), um 1516, Museum der schönen Künste in Budapest. Ökumenisches Heiligenlexikon

 

O God, Who didst give the Law unto Moses upon the top of Mount Sinai, and there didst cause the body of thy blessed Virgin and Martyr Catharine to be marvelously laid by thine holy Angels, grant unto us, we beseech thee, for her sake and at her prayers, that we may finally attain unto that mountain which is Christ.*

 

 

 

*Kollekte vom Fest, Rubriken von 1960

Was Gott verbunden hat, soll der Mensch nicht trennen

Am Sonntag überkam es mich, dass ich mir mal das Messformular zur Trauung im alten Ritus anschauen wollte… Daraus folgende Oration zur Segnung der Ringe:

Oremus.
Creátor et conservátor humáni géneris, dator grátiae spirituális, largítor salútis aetérnae: tu, Dómine, dignáre emíttere bene dictiónem tuam super hos ánulos; ut, qui ipsos gestáverint, sint armáti per eos virtúte caeléstis defensiónis, et proficiat illis ad vitam aetérnam. Per Christum, Dominum nostrum. Amen.

Lasset uns beten. Schöpfer und Erhalter des Menschengeschlechtes, Spender geistlicher Gnade, Gewährer ewigen Heils: Du, Herr, gieße aus Deinen Segen über diese Ringe, auf dass, die sie tragen, gewappnet seien mit des Himmels starkem Schutz zum ewigen Leben. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.

Erbauliches aus der Bibel

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Heutiger Abendhimmel (vom Wohnzimmer aus)

Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes; vom Werk seiner Hände kündet das Firmament. Tag gibt dem Tag die Botschaft weiter, Nacht verkündet der Nacht die Erkenntnis. Ohne Rede und ohne Worte, man hört ihre Stimme nicht. Dennoch ergeht über alles Land ihr Schall, bis ans Ende der Welt ihre Sprache. Er schuf für die Sonne ein Zelt daselbst. Sie ist wie ein Bräutigam, der aus seinem Gemache hervorkommt, läuft freudig wie ein Held die Bahn. Vom Ende des Himmels geht sie aus, und ihr Umlauf reicht wieder bis an sein Ende. Nichts kann sich ihrer Glut entziehen.

Ps 19: 1-7

Bei den Worten über die Sonne dachte ich vielmehr an unseren Herrn Jesus Christus, daher fand ich sie umso bewegender.

Wie er, der euch berufen hat, heilig ist, so soll euer ganzes Leben heilig werden

Aus einem geistlichen Vortrag vom Sel. Rafael Kalinoski
Gebotener Gedenktag des Teresianischen Karmel

Nichts wird uns in der Heiligen Schrift so sehr ans Herz gelegt wie ein vollkommenes und heiligmäßiges
Leben sowie die pünktliche und gewissenhafte Erfüllung all unserer Pflichten. Im Alten Testament belehrt unser Herr und Gott das Volk mit den Worten: Seid heilig, weil ich heilig bin.
Diese Worte des Alten Bundes bestätigte unser Herr Jesus Christus, der uns vom Ewigen Vater als Lehrmeister, Ratgeber und Wegführer gegeben ist. Er bekräftigte die Aufforderung, indem er uns aufrief, die Heiligkeit des Vaters nachzuahmen, als er sagte: Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.
Was aber soll derjenige tun, der heilig und vollkommen sein will? Die Lehrer der Kirche und die Führer des geistlichen Lebens geben ihm eine Antwort:
Willst du vollkommen und heilig werden, erfülle treu deine Aufgaben und Pflichten! Ein junger Einsiedler fragte einst einen alten Wüstenvater, welche Bücher er lesen solle, um auf dem Weg der Heiligkeit voranzuschreiten. Der Wüstenvater gab ihm zur Antwort: Ich für meinen Teil kenne nur zwei Bücher: das Evangelium, das ich zur Morgenstunde lese, und das Buch der Regel, dem ich mich des Abends widme. Das erste zeigt mir, wie ich mich bemühen soll, ein guter Jünger unseres Herrn Jesus Christus zu werden; das andere, was ich tun soll, um ein guter Ordensmann zu werden. Dies genügt mir.
Laßt uns daher aufmerksam die Gebote Gottes lesen und unser Handeln nach ihnen ausrichten. Wenn du gehst, geleiten sie dich, wenn du ruhst, behüten sie dich, beim Erwachen reden sie mit dir. Wo auch immer wir gehen oder stehen, mögen die Gebote uns begleiten und unsere Schritte lenken. Wenn wir schlafen, seien sie uns nahe; wenn wir erwachen, mögen sie unseren Geist erfüllen. Ihre Stimme wird widerhallen und uns zum Aufstehen rufen. Wenn sie ruft, werden wir erquickt. Mit den Geboten tragen wir den Sieg über unsere Zweifel davon. Wir vermindern die Widerstände und die Trägheit unserer Natur, die unsere Kräfte schwächen, gegen unsere Hingabe wirken und unsere Bequemlichkeit fördern. Diese Lebensordnung wird uns helfen, in Angst Gefahren zu besiegen und unbeschwert den Weg des Gehorsams zu gehen. Sie möge uns immer wie ein Rat zur Seite stehen und uns befähigen, Gottes Anruf mit bereitem Herzen und gutem Willen treu zu folgen.*

Da ich in einem Zitat nichts markieren kann, aber es sich mir förmlich aufdrängte…
Wir vermindern die Widerstände und die Trägheit unserer Natur, die unsere Kräfte schwächen, gegen unsere Hingabe wirken und unsere Bequemlichkeit fördern.

* 2.Lesung aus dem Proprium des teresanischen Karmel zum Stundenbuch