Monat: Januar 2016

Immer dasselbe… neue Messe 

Ich weiß gar nicht wie oft es noch passieren wird, aber immer wieder aufs Neue bin ich neu erschrocken und frag mich wie das sein kann… Heute mal wieder „neue Messe“ in der Heimatpfarrei. Ich glaub da kann man gar nicht mal mehr von neuer Messe sprechen… Aber vielleicht beurteilt das ja der ein oder andere etwas anders… 

Der Einzug war, erstaunlicherweise, ganz schön. Heute waren mal wieder die Erstkommunionkinder da, weswegen natürlich ein bisschen was erklärt werden sollte… (Und wir wunderten uns schon, dass die Kirche so voll war!) 

Ich zähle mal die Punkte auf, die mich hier zweifeln lassen… 

  • Das gesungene Credo (mal wieder von einem ausliegenden Zettel) erwähnt weder die Muttergottes, noch die Kirche, noch den heiligen Geist –  dafür immerhin die Gemeinschaft
  • Messdiener haben es auch nicht mehr nötig an irgendeiner Stelle der Messe zu knien 
  • Selbst der Diakon neigt beim Betreten des Altarraumes nicht mal mehr den Kopf 
  • Von der Kommunionhelferin brauchen wir ja gar nicht zu reden  
  • heute hat man nur noch gerade so mit bekommen das die Wandlung beginnt … Und das Wort „Wandlung“ hat das was da heute veranstaltet wurde eigentlich nicht verdient 
  • Der Pfarrer erklärte dann heute den Kommunionkindern was denn das so ist was er da macht … Wir feiern da das Abendmahl, deswegen singen wir da auch noch das Lied vom Abendmahl… Nicht mit einer Silbe wurden die Worte „heiliges Sakrament“, „Unblutiges Opfer“, „Wandlung in Leib und Blut“, „Eucharistie“ oder „wahrhafte Präsens“ erwähnt… 
  • Vor der Kommunionausteilung wurden dann natürlich alle Getauften (immerhin nur die, die Erstkommunion bereits hatten) aufgefordert zur Kommunion zu gehen – Kein Wort davon, dass man frei von schwerer Sünde sein muss … Überhaupt wird das Sakrament der Versöhnung nicht mehr erwähnt (noch wirklich angeboten in der Pfarrei)

Zum Schluss wurde dann „Danke für diesen guten Morgen“ gesungen… Welch Ironie.

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Dankbarkeit für »große Kleinigkeiten«

Ganz passend zu dem Beitrag von heute Morgen, wollte ich (seit ein paar Tagen schon) mal wieder einen Einblick in meinen persönlichen Tohuwabohu-Gedankenpalast niederschreiben.

Neulich, von der Erkältung geplagt, lag ich nachts wach und dachte mal wieder über alles mögliche nach – Unter anderem auch über die Dankbarkeit bzw. das Dankgebet. Mir kam mal wieder so in den Sinn, dass es doch viel zu wenig Platz und Zeit bei mir in Anspruch nimmt… Das viele Dinge, die ich als Kleinigkeiten auffasse für mich eigentlich „Großigkeiten“ sein sollten – Auch wenn sie für Gott selbst wiederum doch Kleinigkeiten sind. Vermutlich. Wer weiß es schon.
Mir kam in den Sinn das ich für vieles alltägliche keinerlei Dank mehr verspüre – Oder vielleicht überhaupt nie verspürt habe.
Dass ich zu Hause in einer warmen Wohnung an einem Laptop sitzen kann, welcher über WLAN mit der großen, weiten Welt in Verbindung steht, während es draußen regnet und eisig ist… Oder aber, dass ich überhaupt jeden morgen die Möglichkeit habe aufzustehen, raus zu gehen, irgendwo hin zu fahren, was zu unternehmen, mit Menschen zusammen zu sein, die ich liebe… Verspüre ich dafür Dank? Nicht so oft und bewusst wie ich es wohl sollte.

Ich bin mir gar nicht wirklich bewusst darüber was ich alles in meinem Leben habe, was gar nicht sein müsste… Sei es materiell oder einfach „natürlich gegeben“. Jedes Mal muss ich wirklich überlegen und nachdenken, damit mir überhaupt mal wieder was vom Tag so einfällt, wofür ich am Abend danken kann… Und das ist irgendwie schon traurig.
Es könnte doch so leicht sein… Auch ohne all das was man tagsüber alles erlebt (wofür man sicher auch

Gnadenbild von Heiligenbronn

immer wieder aufs Neue dankbar sein kann), sollte einem ohne groß nachzudenken doch sofort genug einfallen, um zumindest ein kleines Dankgebet hinzubekommen…

Wieso schafft man es nicht einfach auch für nicht so unübersehbare Dinge dankbar zu sein? Warum verspürt man Dank immer nur dann, wenn gerade etwas passiert ist was man sich gewünscht hat oder wenn ein selbst empfundener Mangel ausgeglichen wird – Warum kann ich nicht am morgen aufstehen und Gott für all das großartige in meinem Leben danken – Eben genau für all das, was so alltäglich und selbstverständlich ist… Was man so als Kleinigkeit abtut… Obwohl doch gerade genau diese Kleinigkeiten das Leben und den Alltag so bereichern und man genau dadurch Gottes Nähe und Liebe am meisten spüren kann….. Wenn man sich dann einmal darauf einlässt.

Ich weiß nicht wie und ob man so was lernen kann… Am Ende bleibt wohl einfach dafür zu beten, dass man so was mehr sieht, dass man dem mehr Bedeutung zu kommen lassen kann – Das man vielleicht lernen kann mehr dankbar zu sein.
Vielleicht ist es auch eine Gnade um die man bitten muss… Irgendwo las ich vor kurzem das viele Gnaden nicht gewährt werden, weil man einfach nicht darum bittet… Oder vielleicht einfach nicht weiß, dass genau das  die Gnaden sind, welche man benötigt?

Auf der Suche nach ’ner Leiche

 

Ich bin noch nicht ganz sicher was ich davon halten soll… In einem Interview zum Film heißt es:

 „What we’re seeing from non-Christians and those who do not regularly attend church is that they do not feel preached to. They don’t feel kind of hit over the head with Jesus or the Bible. But, they are intrigued by this man and His followers. They are intrigued by the story of what happened, the birth of Christianity and the fact that the infrastructure of Judea, both the Sanhedrin and the Jewish leadership and the Roman leadership were all about crushing this man and crushing His followers. So that automatically lends them credibility.“ 

„Jesus is not talking at them heavily through this movie. It’s through Clavius‘ interactions with Jesus and Clavius‘ interactions with the disciples that we learn of Jesus‘ teachings and we learn who He is as the Son of God. And again, it all feels just so easy to try on for the unchurched.“

From believers, there was one, unifying message Affirm Films received during the faith-based testing.

„They’re just relieved that it’s not like the two big Bible movies of last year, in that it didn’t take liberties beyond acceptable levels in their mind. So they were relieved,“ Peluso says. „And we’re excited that Christians feel like they can embrace this story.“

Das alltägliche Gebet

Der lieben Theresia herzlichen Dank für die schöne Karte! 🙂

Ein jeder, der betet, wird gewiss selig sein. Ein jeder, der nicht betet, geht sicher verloren. Alle Seligen sind nur durch das Gebet in den Himmel gekommen; alle Verworfenen sind nur darum in der Hölle, weil sie nicht gebetet haben; hätten sie das Gebet geübt, so wären sie nicht verloren gegangen.

Hl. Alfons von Liguori, Die Macht des Gebetes, gesehen im Informationsblatt Februar der Priesterbruderschaft St. Petrus

— Zum 100. Beitrag ein bisschen Ermunterung zum »Mehrbeten«! Vor allem für mich selbst…

Vom Ertragen.

Schau oft geistigerweise auf den gekreuzigten, nackten, gelästerten, verleumdeten, verlassenen und mit aller Traurigkeit und Leiden beladenen Jesus. Bedenke, daß alle Deine Leiden weder in der Art noch im Ausmaß auch nur im geringsten damit verglichen werden können, daß Du niemals etwas für ihn leiden wirst, was dem Wert seines Leidens für Dich gleichkäme. 

Franz von Sales – Philothea  

Catechismus romanus

Allein, wenn schon diese Verkündigung des göttlichen Wortes niemals in der Kirche unterlassen werden darf, so ist doch sicher in unserer Zeit mit größerem Eifer und Frömmigkeit dahin zu arbeiten, dass die Gläubigen mit der gesunden und unverfälschten Lehre wie mit einer Speise des Lebens genährt und gekräftigt werden; denn es sind falsche Propheten in der Welt ausgegangen, von denen der Herr sagte: «Nicht sandte ich Propheten, aber sie liefen; nicht sprach ich zu ihnen, aber sie weissagten», um durch allerlei fremde Lehren die Gemüter der Christen zu verderben. Und darin ist ihre Gottlosigkeit, mit allen Kunstgriffen des Satans ausgerüstet, so weit fortgeschritten, dass es fast scheint, sie könne in keine bestimmten Grenzen mehr zurückgedämmt werden; und dürften wir uns nicht auf jene herrliche Verheissung unseres Erlösers stützen, welcher versichert hat, er habe die Grundlage seiner Kirche so fest gelegt, dass die Pforten der Hölle sie nie überwältigen könnten; so stünde sehr zu befürchten, dass sie in dieser Zeit, von so vielen Feinden rings umlagert, von so vielen Sturmwerkzeugen angegriffen und bestürmt, zusammenstürzen würden. […]
Der ganze Lehrinhalt, welcher den Gläubigen verkündet werden soll, is aber im Wortes Gottes enthalten, welches in die Schrift und die Überlieferungen eingeteilt ist; darum werden die Hirten in der Betrachtung dieser Gegenstände Tag und Nacht verweilen, eingedenk jener Mahnung des heiligen Paulus, welche er an Timotheus schrieb und welche alle, die nur immer mit der Seelsorge betraut sind, auf sich beziehen werden. Diese Mahnung lautet aber so: «Fahre fort mit der Vorlesung, Ermahnung und dem Unterrichte»; denn «jede von Gott eingegebene Schrift ist nützlich zur Belehrung, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, auf dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jeglichem guten Werke geschickt.»

Der römische KatechismusS.7 ff., 1993

Übersetzt nach der zu Rom 1855 veröffentlichten Ausgabe

Ich empfand den ersten Teil des oben genannten Zitates heute ebenso aktuell wie damals. Der zweite Teil gibt mir hier und dort jedoch zu denken… 

»Geheimnisvolle« Religion

Die ganze Quadragesima hindurch waren sie, wie wir schon gesagt haben, im Glauben und in der Sittenlehre unterwiesen worden. Gegen Ende der Vorbereitungszeit wären ihnen auch das «Vaterunser» und das Symbolum fidei, das Glaubensbekenntnis, anvertraut worden, die kein Profaner kennen darf, und die sie daher keinen mitteilen, ja nicht einmal aufschreiben durften, sondern auswendig lernen mußten. Das Wort «Symbolon» erinnert uns sofort an die geheimen Formeln der Mysterien, an denen sich die Eingeweihten erkannten, und der hl. Augustinus sagt uns auch (Sermo 214), daß an «dem Bekenntnis des Symbols wie an einer Lösung der gläubige Christ erkannt wird». Über die eigentlichen Mysterien aber, d.h. die großen liturgischen Einweihungsriten mit ihrer wunderbaren Gnadenwirkungen, war ihnen nichts gesagt worden. Denn Uneingeweihten davon zu sprechen wäre eine Profanation, und außerdem kann über sie nichts verstandesmäßig gelernt werden: sie muß man erfahren und erleben.

Dr. Odo Casel O.S.B., Die Liturgie als Mysterienfeier, 1922, S.84

Nicht so viel reden – einfach machen und wirken lassen – Super! 😉

Codex Iuris Canonici/1983

Da Kirchenrecht und Katechismus überall zu kurz kommen, vielleicht ab sofort mal öfter was daraus.
— Heute etwas, womit ich nicht im CIC gerechnet hab. Aber schön das wir das geklärt haben. 😀

TITEL XI
ZEITBERECHNUNG

 

Im Recht versteht man: unter einem Tag einen Zeitraum, der aus 24 ununterbrochenen Stunden besteht und um Mitternacht beginnt, wenn nicht etwas anderes ausdrücklich vorgesehen ist; unter einer Woche einen Zeitraum von 7 Tagen; unter einem Monat einen Zeitraum von 30 Tagen und unter einem Jahr einen Zeitraum von 365 Tagen, wenn nicht gesagt wird, daß Monat und Jahr wie im Kalender zu berechnen sind. (Can.202 — §1)