Monat: Februar 2016

„Note the passage that speaks to you“

Da ich heute nicht an einer Messe der außerordentlichen Form teilnehmen konnte, hab ich erst vor ein paar Minuten die heutigen Messtexte dieser entdeckt. (Gelesen klingt so profan … Und ich möchte ja nichts profanisieren.)

Um für heute der oben genannten Aufforderung mal nach zu kommen, hier die Stelle, oder viel mehr ein gesamter Abschnitt, der mich besonders angesprochen hat.

Oculi mei semper ad Dóminum, quia ipse evéllet de láqueo pedes meos: réspice in me, et miserére mei, quóniam únicus et pauper sum ego. (Ps 24:15-16)
Ad te, Dómine, levávi ánimam meam: Deus meus, in te confído, non erubéscam (Ps 24:1-2)

Meine Augen schauen immer auf zum Herrn; Er ist´s, der meine Füße aus der Schlinge lösen wird. Schau her auf mich und hab mit mir Erbarmen; ich bin so einsam und so arm. (Ps 24:15-16)
Zu Dir erhebe ich meine Seele, o Herr; mein Gott, auf Dich vertraue ich: drob werd ich nicht erröten. (Ps 24:1-2)

Introitus, Rubriken 1960

Worte, an die ich mich besser öfter einmal erinnern sollte… Und auch ganz objektiv gesehen wirklich schöne Psalme! 🙂

Thronfest des hl. Apostels Petrus

Petrus

Hl. Petrus, St. Aposteln Köln

Paulus

Hl. Paulus, St. Aposteln Köln

Deus, qui beáto Petro Apóstolo tuo, collátis clávibus regni coeléstis, ligándi atque solvéndi pontifícium tradidísti: concéde; ut, intercessiónis eius auxílio, a peccatórum nostrórum néxibus liberémur

O Gott, Du übergabest Deinem hl. Apostel Petrus die Schlüssel des Himmelreiches und damit die Hohepriestergewalt des Bindens und Lösens; so gib, daß wir mit Hilfe seiner Fürbitte von den Fesseln unsrer Sünden befreit werden.*

Deus, qui multitúdinem géntium beáti Pauli Apóstoli prædicatióne docuísti: da nobis, quaesumus; ut, cuius commemoratiónem cólimus, eius apud te patrocínia sentiámus.

O Gott, Du hast die Heidenwelt durch die Predigt des hl. Apostels Paulus belehrt; wir bitten Dich: gib uns, die wir sein Gedächtnis begehen, die Gnade, an uns die Macht seiner Fürsprache bei Dir zu erfahren.**

*Oratio, Rubriken von 1962
**2. Oratio, Rubriken von 1962

In der Welt verfangen

Der Raum ist hell, aber die Seele genießt es nicht, weil dieses wilde Getier sie daran hindert. Es zwingt sie, die Augen zu schließen, damit sie nichts sieht außer diesen scheußlichen Wesen. So muß es wohl meines Erachtens einer Seele gehen, die zwar nicht böse lebt, aber doch so tief in den Dingen der Welt steckt, sich so vollgesogen hat mit Besitz oder Ehre oder Geschäften, daß sie, obwohl sie wirklich den Wunsch hat, sich zu sehen und ihrer eigenen Schönheit sich zu erfreuen, der Umgarnung durch so viel Hinderliches anscheinend nicht entschlüpfen kann.

Teresa von Avila, Die innere Burg, Die erste Wohnung S.33

Die Liebe im Leben

Reminíscere miseratiónum tuarum, Dómine,
et misericórdiæ tuæ, quæ a saeculo sunt:
ne umquam dominéntur nobis inimíci nostri:
líbera nos, Deus Israël,ex ómnibus angústiis nostris.

Introitus

IMG_0004

Abtei Marienstatt, Streithausen

Da ich neulich so viel über die neue Messe gemeckert habe, ist es nur fair, wenn ich auch mal was nettes sage. Heute, im lateinischen Choralamt des nahegelegenen Zisterzienserklosters, war die Messe, bis auf 1,2 Kleinigkeiten, wirklich ganz in Ordnung!
Es gab sogar zwei Lesungen (das muss man ja auch mal erwähnen) und auch die Predigt war heute sehr… ergreifend.
In Bezug zum Evangelium, welches heute zumindest inhaltlich in alter und neuer Messe gleich war, zitierte der Priester jemanden (ich weiß leider nicht mehr wen) folgendermaßen:

Wenn ihr nicht liebt, dann lebt ihr nicht. Aber wenn ihr liebt, dann töten sie euch

Ein schönes Zitat, dass vieles in sich trägt.

Ein Filmdialog

 „Gott?“
„Vielleicht.“
„Engel?“
„Nein.“
„Leben nach dem Tod?“
„Nein. Oder vielleicht, keine Ahnung. Ich würde mal nicht so weit gehen nein zu sagen, aber ich hätte gerne ein paar Beweise.
Was ist mit Dir?“
„Auf jeden Fall.“
„Echt?“
„Ich mein jetzt nicht so einen Himmel wo wir auf Einhörnern rumreiten und in einem Wolkenschloss wohnen, aber… Ja. Ich glaube definitiv das da was ist. Ich meine, wenn nicht, was wäre der Sinn?“
„Vielleicht gibt es keinen tieferen Sinn.“
„Das akzeptier ich einfach nicht.“

Das Schicksal ist ein mieser Verräter (The fault in our stars)

Zum letzten Mal Dr. Casel

»Als das All im tiefsten Schweigen lag und die Nacht die Mitte ihres Laufes erreichte, da stieg dein allmächter Logos, Herr, vom Himmel zu seinem königlichen Sitze herab.«
Die Worte stammen aus dem Buch der Weisheit (Kap. 18) und beschreiben zunächst das Herabkommen des Würgengels auf Ägypten. In der Weihnachtszeit gesungen, erinnern sie uns beim ersten Hören an die stille Weihnacht, in der Christus geboren wurde. Aber die Gegenüberstellung von Schweigen und Logos deutet Tieferes an. Sie zeigt uns, daß der göttliche Logos nur dort erscheinen kann, wo alles Irdische schweigt. Nacht muß es sein, wo das Licht Gottes aufstrahlt, Schweigen muß herrschen, wo Gottes Stimme vernehmbar werden soll.

Dr. Odo Casel, Die Liturgie als Mysterienfeier, 1922

Vor 158 Jahren…

…erschien der hl. Bernadette an der Grotte Massabielle zum ersten Mal die Muttergottes.Rosary

„In the fourth year from the dogmatic definition of the immaculate Conception of the blessed Virgin, at the bank of the river Gave near the town of Lourdes of the diocese of Tarbes in France, the Virgin herself in a bend of the rock above the grotto of Massabiele, often shewed herself to a certain girl, called in the vernacular tongue Bernadette, indeed most poor but noble and pious, to be seen. The immaculate Virgin appeared with a young and kind appearance, clothed with a white garment and white veil, and girt with a blue girdle; she adorned her bare feet with a golden rose. On the first day of the apparition, which was the eleventh of February in the one thousand eight hundred fifty-eighth year, she taught the girl the sign of the cross to be duly and piously made, and she incited her, by her example, to the recitation of the sacred rosary, turning over with her hand the chaplet, which before was hanging down from her arm: which she supplied also in the other apparitions.“

4. Lesung der Matutin, Divino Afflatu