Bücher

Wortschnippsel

Um die Kirche aufzubauen, muss man sich Mühe geben, man muss leiden. Die Kirche muss ein Volk von starken Menschen sein, ein Volk von mutigen Zeugen, ein Volk, das für seinen Glauben und für seine Verbreitung in der Welt leiden kann- schweigend, umsonst und stets aus Liebe.

Papst Paul VI., Generalsaudienz, 1976

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Pater Pio und die kleine hl. Theresia

Neulich, naja vor ein paar Wochen, konnte ich ein Buch über Pater Pio ergattern. 

Gleich zu Beginn des Buches wird eine schöne Verbindung mit so schönen Worten beschrieben, die ich niemanden vorenthalten möchte. 

Paulus will das Evangelium nicht in Worten menschlicher Weisheit verkünden, »damit das Kreuz Christi nicht seine Kraft verliert. Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verlorengehen, Torheit, uns aber, die gerettet werden, Gotteskraft.« (1 Kor 1,17). Diese Gotteskraft des Kreuzes soll sein Diener in eine Welt hineinstrahlen, die sich am Kreuze des Erlösers vorbeidrücken möchten, weil sie die Wirklichkeit der Süde und die Notwendigkeit von Gnade und Erlösung nicht mehr ernst nimmt. »Einfache Seelen brauchen keine komplizierten Mittel«, sagte die kleine hl. Theresia. Im Geburtsjahr Pater Pios 1887 macht sie gerade zusammen mit ihrem lieben Vater und ihrem Schwesterchen Céline jene Pilgerfahrt zu den berühmtesten italienischen Heiligtümern. In Rom wagt sie es, bei der Pilgeraudienz Leo XIII. zu bitten, sie mit 15 Jahren in den Karmel von Lisieux eintreten zu lassen. Pater Pio wird die kleine Heilige zeitlebens lieben und schätzen. Gleich ihr wird er sich Gott zum Opfer der Liebe weihen. 

Ferdinand Ritzel, Pater Pio Seine geistliche Gestalt – sein weltweites Wirken, 1970 

Die Gnade setzt die Natur voraus 

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Salzburger Dom, Karwoche

In der Liturgie spricht die Stimme der Natur mit Kraft. Man braucht nur die Psalmen zu lesen, in denen der ganze Mensch zum Vorschein kommt, wie er ist. Da zeigt sich die Seele mutig und verzagt, froh und traurig, voller edler Gesinnung, aber auch voll Sünden und innerer Kämpfe, eifrig für alles Gute und wieder matt und niedergeschlagen. Oder die Lesungen des Alten Testaments. Wie tritt in ihnen die menschliche Natur unverhüllt zu Tage! Nichts wird beschönigt oder bemäntelt. Ebenso in den Weiheworten der Kirche, in den Gebeten der Sakramentenspendungen. In ihnen herrscht eine erquickende Natürlichkeit. Die Dinge werden beim Namen genannt. Der Mensch ist voller Fehler und Schwächen, und als solchen nimmt ihn auch die Liturgie. Seine Natur ist ein Gewebe aus Adel und Armseligkeit, von Hohem und Niedrigem, und so steht er in den Gebeten der Kirche; kein zurechtgemachtes Menschenbild, aus dem die herben und schlimmen Züge sauber herausgenommen wären, sondern der Mensch, wie er ist.

Romano Guardini, Vom Geist der Liturgie, 1951, S. 16

Jetzt muss nur noch das Selbstbild auch akzeptiert und nicht immer schön und passend geredet werden…

Was könnte man besseres tun…

… Als so einen schönen Morgen mit so einem schönen Thema beginnen zu lassen 🙂 

 
Das Buch, Die heilige Messe, Johannes Brinktrine (1934), (derzeit auf Seite 132, §23 Die Opferung des Brotes) gefällt mir wirklich sehr gut…bis auf ein, zwei Kleinigkeiten, die aber mehr an der Unwissenheit meinerseits liegen. Es ist wirklich interessant und ich hab schon viel neues erfahren können, auch viel außergewöhnlich neues. Ich danke sehr für den Lesetipp. 🙂

In der Welt verfangen

Der Raum ist hell, aber die Seele genießt es nicht, weil dieses wilde Getier sie daran hindert. Es zwingt sie, die Augen zu schließen, damit sie nichts sieht außer diesen scheußlichen Wesen. So muß es wohl meines Erachtens einer Seele gehen, die zwar nicht böse lebt, aber doch so tief in den Dingen der Welt steckt, sich so vollgesogen hat mit Besitz oder Ehre oder Geschäften, daß sie, obwohl sie wirklich den Wunsch hat, sich zu sehen und ihrer eigenen Schönheit sich zu erfreuen, der Umgarnung durch so viel Hinderliches anscheinend nicht entschlüpfen kann.

Teresa von Avila, Die innere Burg, Die erste Wohnung S.33

Ein Filmdialog

 „Gott?“
„Vielleicht.“
„Engel?“
„Nein.“
„Leben nach dem Tod?“
„Nein. Oder vielleicht, keine Ahnung. Ich würde mal nicht so weit gehen nein zu sagen, aber ich hätte gerne ein paar Beweise.
Was ist mit Dir?“
„Auf jeden Fall.“
„Echt?“
„Ich mein jetzt nicht so einen Himmel wo wir auf Einhörnern rumreiten und in einem Wolkenschloss wohnen, aber… Ja. Ich glaube definitiv das da was ist. Ich meine, wenn nicht, was wäre der Sinn?“
„Vielleicht gibt es keinen tieferen Sinn.“
„Das akzeptier ich einfach nicht.“

Das Schicksal ist ein mieser Verräter (The fault in our stars)

Zum letzten Mal Dr. Casel

»Als das All im tiefsten Schweigen lag und die Nacht die Mitte ihres Laufes erreichte, da stieg dein allmächter Logos, Herr, vom Himmel zu seinem königlichen Sitze herab.«
Die Worte stammen aus dem Buch der Weisheit (Kap. 18) und beschreiben zunächst das Herabkommen des Würgengels auf Ägypten. In der Weihnachtszeit gesungen, erinnern sie uns beim ersten Hören an die stille Weihnacht, in der Christus geboren wurde. Aber die Gegenüberstellung von Schweigen und Logos deutet Tieferes an. Sie zeigt uns, daß der göttliche Logos nur dort erscheinen kann, wo alles Irdische schweigt. Nacht muß es sein, wo das Licht Gottes aufstrahlt, Schweigen muß herrschen, wo Gottes Stimme vernehmbar werden soll.

Dr. Odo Casel, Die Liturgie als Mysterienfeier, 1922