Advent

Ein wenig »Entweltlichung« am frühen Abend

O Herr, der du gemacht das All,
Der Gläub’gen ewig selig Licht,
Der du erhebst uns aus dem Fall,
Verschmähe unser Flehen nicht.

Der du, dass nicht die Welt durch List
des Satans ganz zugrunde geht,
Von Huld gerührt, gekommen bist,
Dass aus dem Elend sie ersteht;

Der du das bitt’re Menschheitslos
Bedauernd, zu dem Kreuzesstamm
Aufsteigend aus der Jungfrau Schoß,
Trittst unter uns als Opferlamm;

Vor dessen Größe, Würde, Macht
Und Namen alles, was da lebt,
Der Himmel und die Höllenmacht,
Die Knie beugt und furchtsam bebt;

Dich, Richter einst am jüngsten Tag,
Dich fleh’n wir an voll Andachtsglut,
Nimm uns, dass nicht die ew’ge Plag‘,
Werd‘ unser Los, in deine Hut.

Rühmt alle nun und lobt und preist
Die heiligste Dreifaltigkeit,
Den Vater, Sohn und Heil’gen Geist
Von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen.*

Es gibt so viele schöne Texte und Dinge… Manchmal bin ich traurig darüber ihnen nicht so viel Beachtung zu schenken… Und manchmal auch darüber das ich dem Ganzen gar nicht gerecht werden kann, auch wenn ich es versuche. Aber letztlich… Gaudete! 🙂

*Hymnus aus der Vesper des Tages, Übersetzung von Erzpriester Dr. Stephan, Rubriken von 1960

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