Blogübergreifend

Deo Gratias

Gestern hat die liebe Theresia vom Nachbarblog einige nette Zeilen zum Thema „Neujahresvorsätze“ verfasst. Besonders schön fand ich dabei folgenden Gedankengang:

Dieser Liste würde ich gern etwas hinzufügen: Ich möchte in geistlich-kirchlich-liturgisch-glaubenstechnischen Dingen weniger meckern und mehr erbauen. Weniger negativ, mehr positiv denken, sprechen, handeln. Denn ich glaube, das ist es, was uns wirklich voranbringt.

Tarquinius schrieb einige Minuten zuvor ein sehr schönes „persönliches Glaubenszeugnis“ (wenn es auch nur den geringsten Teil des Beitrags ausmachte), welches mir sehr Nahe ging.

Ich selbst erstand meinen ersten selbstgekauften Rosenkranz, gerade, als ich mich erstmals intensiver mit dem Glauben auseinandersetzte, in Schönstatt. Mag man von allem Drumherum halten, was man will …  mit dem Nunquam peribit begann mein Weg zum und in den Glauben, dort, vor dem ausgesetzten Allerheiligsten … und mit dem Nunquam peribit, so bitt‘ ich, wird mein Lebensweg hoffentlich auch einmal enden, komme, was da wolle.

 

Kurzum, find ich es eine sehr schöne Fügung, dass diese beiden Beiträge unabhängig voneinander geschrieben wurden und sich doch gleichsam sehr schön ergänzen und sich ein wenig ineinanderfügen. Denn, wie oben schon gesagt: „Das ist es, was uns wirklich voranbringt.“

Danke euch beiden für die Beiträge! 🙂

 

Damit mir niemals langweilig wird…

Als bibliophiles Mädchen besitze ich mittlerweile nicht mehr nur Regale an Freizeitliteratur, sondern es hat sich in den letzten Monaten auch das ein oder andere Buch dazu gesellt, welches sich nicht in meine übliche Genre „Fantasy“, „Thriller“ oder „Endzeitromane“ (obwohl…) einordnen lässt. Längst nicht so viele das ich ein ganzes eigenes Bücherregal dazu brauche, aber dennoch (für mich) merklich…
Noch stehen diese alle etwas ungeordnet AUF statt IN einem Regal, das Platzproblem macht sich doch schon wieder bemerkbar… Es wird mal wieder Zeit zum um- und aussortieren…

Hiernoymus Jaegen
Das erste Bild zeigt vier geliehene Bücher aus der Uni-Bib von und über Hiernoymus Jaegen, der ja quasi „Blog-Patron“ ist. 🙂 Das mystische Gnadenleben hab ich bereits zu lesen
begonnen, die anderen sammeln sich im „Stapel ungelesener Bücher“… Das zweite Bild nenne ich mal „Theologen von gestern und heute“. Hier konnte ich mal bei Rebuy sehr, sehr günstig zuschlagen. Die liebe unigenita hat mir
netterweise das Buch von Prälat Imkamp Sei kein Spießer, sei
katholisch!
geliehen, welches ich auch schon gelesen habe. Andreas schenkte mir das Buch von Benedikt XVI. Jesus von Nazareth, an dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön, ich bin schon fleißig am lesen! Ebenso am lesen bin ich  Der Geist der Liturgie von Joseph Ratzinger, welches mir ebenfall von unigenita geliehen wurde. 🙂
Theologen
Auch aus der Uni-Bib geliehen, weil ich einfach mal so neugierig war nachdem die Namen schon so oft fielen: Odo Casel – Die Liturgie der Mysterienfeier und Garrigou-Lagrange – Die drei Bekehrungen — Vom Titel her haben die mich so spontan am meisten angesprochen (und waren auch nicht ganz so umfangreich).
HeiligeBild drei zeigt meine ziemlich kleine Sammlung an Büchern über/von Heilige. Bisher habe ich nur die Selbstbiographie von Therese von Lisieux gelesen… Über die Feiertage werde ich noch Die innere Burg von Teresa von Avilia lesen, da auch das nur geliehen ist.
Das vierte Bild zeigt die beiden bereits fotografierten Bücher als „Begleitbuch“ zum liturgischen Jahr… Liturgisches JahrKann man das so sagen? Mal sehen ob ich dann überhaupt den 2. Band vom Parsch bekomme…

Als letztes Bild sind die für mich etwas „undefinierbaren“ Bücher… Ein bisschen was allgemeines würde ich sagen… Das erste heißt Über das christliche Menschenbild und ist von Josef Pieper… Zweiteres wurde mir mal von Tarquinius empfohlen, von Karl Adam Das Wesen des Katholizismus, fand ich teilweise etwas „langgezogen“, aber hatte schon den ein oder anderen hilfreichen Kommentar zu IMG_2067bieten. Das dritte Buch von Charles Journet Vom Geheimnis des Übels wurde mir liebenswürdigerweise von Tarquinius ausgeliehen und wird gerade akuell auch gelesen. Letztes Buch hab ich vergangen Sonntag im nahegelegenen Zisterzienser-Kloster (mal wieder!) entdeckt und mal mitgenommen – Anton Sorg Hab Vertrauen, er ruft Dich… Weiß ich auch noch nicht so ganz was da so auf mich zukommt… No risk, no fun. 😉

 

Die schönen Messdiener (2)

Völlig am Thema vorbei (naja, ein wenig…) entbrannte nach veröffentlichen Beitrag über Frömmigkeit eine kleine Diskussion mit Unigenita, deren Inhalte ich noch einmal hier kurz zusammenfassen möchte (100 Kommentare liest ja kein Mensch).

  • es müssen mehr schnuckelige Messdiener her
    • ein Casting-Format á la „Der Super-Ministrant“ mit fachkundiger Jury wählt diese aus
    • im Recall findet bei Wackelkandidaten zunächst noch „Das große Umstyling“ statt – Wer es dann schafft, bekommt ein Ticket und ist dabei
    • nach bestandenem Recall werden jene in eine Art Hogwarts-Schule für Messdiener gebracht und ausgebildet… Schulfächer sind u.a. „Pflege liturgischer Geräte”, “Verteidigung gegen die dunklen Künste”, „fabelhafte Heilige und Engel“
    • nach fertiger Ausbildung stehen die frischgebackenen, gebildetet, bereits für eventuelle weiterführende Studien und natürlich schnuckeligen Messdiener der Kirche frei zur Verfügung…
  • diese locken dann die Single-Damen in die Messen
  • wenn wir grob rechnen und sagen auf einen Messdiener kommen mindestens zwei Frauen, bleiben immernoch 50% übrig – Die stehen dann dem „gemeinen Volk“ zur Verfügung
    • dadurch werden also auch gleichsam mehr Männer in die Messe gelockt
  • es fehlt noch eine  zufriedenstellende Lösung um die schwachen Momente des schwachen Geschlechtes nicht allzu sehr zu fördern
  • DIY ist im Trend – Und wenn Rom nichts tut…
  • das Konzept wurde in groben Zügen (die Beta-Version sozusagen) von Tarquinius bereits getestet… Laut eigener Aussage, hier nachzulesen 😉

Es könnte alles so schön und einfach sein…

Ein bisschen Spaß darf wohl sein… 😉

Von der Rehabilitation der Heiligen in das alltägliche Leben

Da mir nun schon länger und immer häufiger dieses Thema im Kopf rumspukt und es erst gestern für mich irgendwie wieder aktuell wurde, heute also ein kurzer Beitrag dazu.
Schon öfter ist mir aufgefallen, dass Heilige gar nicht mehr den Stellenwert im Glauben, der Kirche oder dem Leben überhaupt haben, wie es vielleicht früher einmal war. Ich bilde mir zumindest ein, dass es früher anders war, es wirkt auf mich so in Büchern, Geschichten, Erzählungen, Berichten… Es wirkt so, als hätte man früher öfter über Heilige gesprochen, als wären sie präsent gewesen.

Hl. Johannes Nepomuk ("Brückenheiliger"), auf der Alten Lahnbrücke in Limburg.

Hl. Johannes Nepomuk („Brückenheiliger“), auf der Alten Lahnbrücke in Limburg.

 

So, wie wir uns heute über Manuel Neuer als neuen Fußballstar oder über Kevin Spaceys neue Rolle als Francis Underwood unterhalten, ihr Leben und Wirken verfolgen, sie bewundern und sie irgendwie doch einen Teil unseres Freizeitvergüngens ausmachen – So stell ich es mir vor wurde früher über besonders heilige, fromme oder wundersame Menschen gesprochen. Sie standen vielleicht nicht in der Öffentlichkeit, ihr VIP-Status war nur auf eine kleine Gruppe Menschen beschränkt, aber dafür war der Wert ihres Wesens und ihres Lebens größer und heilsamer, als der von Herrn Neuer.

Setzen wir hier nicht einfach die Prioritäten falsch? Sollten wir unsere Vorbilder nicht auf einer anderen Ebenen suchen, als diese auf der wir uns selbst befinden? Es gibt doch eigentlich gar kein schöneres bestreben, als denen ähneln zu wollen die bereits ganz nah bei Gott sind und von denen wir wissen, dass sie für uns eben genau dies auch möchten.
Manuel Neuer ist es sicherlich egal, ob ich ihn bewundere und er kann für mich auch nichts tun – Er ist einfach auch nur ein Mensch, den im Prinzip dieselben Hürden und Steine in den Weg gelegt werden.

Immer mal wieder bin ich betrübt, wenn ich selbst feststelle, dass ich diesen besonderen Menschen, den von Gott für uns gesandten Menschen, so wenig Interesse entgegenbringe. Das ich mich so wenig mit ihnen „beschäftige“, sie nicht wirklich zu würdigen weiß. Das ich Angebot des Beistands, der Hilfe nicht wirklich zu schätzen und anzunehmen weiß. Mir kommt es häufig so vor, als würde gerade dadurch so viel verloren gehen und so viel Potenzial ungenutzt bleiben.
Daher freut es mich umso mehr, wenn ich hin und wieder durch andere Beiträge mal wieder daran erinnert werde, wen es da so alles gibt und was für Geschichten und Legenden sich um die ein oder andere „Figur“ ranken. 🙂 Zuletzt hier bei Andreas, hier bei Tarquinius oder hier bei Theresia (um drei sehr verschiedene Beispiele zu nennen).

Zuletzt, um auch auf den Titel des Beitrags zu sprechen zu kommen, zeigt es aber eben auch, dass bei dem ein oder anderen die Heiligen nicht out sind. Das sie lebendig sind, dass sie doch nur darauf warten, dass wir zu ihnen kommen. Das sie bewusst in unser Leben wiedereingegliedert werden können – Wenn wir das nur wollen.

Auferstehung am Morgen

Vor einigen Monaten hat die liebe Theresia von Vias Vitae einen kurzen Beitrag zum Thema „Auferstehung am Morgen“ gepostet. Da ich darüber in den letzten Tagen besonders nachgedacht habe und es zusätzlich ein wichtiger Gedanke ist, möchte ich ihn einfach noch einmal teilen. 🙂

Ich habe einmal von einem Mönch gehört, was es für ihn bedeutet, morgens aufzustehen. Er sei jeden Morgen Gott dankbar dafür, nach der Nacht aufstehen zu können und sieht das konkret körperliche morgendliche Aufstehen in Analogie zu Christi Auferstehung.
Das passt auch zur Deutung der Nacht als Vorgriff auf den Tod – nicht umsonst ist das “Nunc Dimittis” ein Teil des Nachtgebets der Kirche, das “Sterbegebet” des greisen Simeon, nachdem er Jesus, seinen Heiland, gesehen hat.
Ich fand diesen Gedanken sehr schön und versuche mehr schlecht als recht, allmorgendlich Gott dafür zu danken, aufwachen und aufstehen zu können.

Vielleicht kann das eine kleine Anregung für “Glaube im Alltag” auch für andere sein.

Musikalisches

Zum Fest der Hl. Birgitte am 08. Oktober hat man mich mit diesem Laudeshymnus aus dem Eigenritus des Erlöserordens bekannt gemacht.

Das erste Mal, das ich bei einer Vertonung sagen konnte das sie mir wirklich gut gefallen hat… und die ich selbst jetzt hin und wieder nutze um Ruhe zu finden (und anschließend den Rosenkranz zu beten). 🙂

Den entsprechenden (und übersetzten) Text gibts hier.