Fastenzeit

Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxie…

…So kommt es einem zumindest vor, wenn man folgende Ausführungen zur Quadragesima in Rom liest. 😉

Der Eifer der einzelnen sollte die anderen ermuntern, die Erstlingsbegeisterung der Täuflinge sollte alle erbauen. Dann sollte der heilige Ort, die Kirche des Stationsheiligen, wirken. Sein Beispiel, sein Wort, ja seine Person stand lebendig vor der Gemeinde. Das war die Bekehrungsmethode der alten Kirche. Es half da beides zusammen: das opus operatum und das opus operantis oder die innere Wirksamkeit der Eucharistie mit der gewaltigen psychologischen Einwirkung, die der Stationsfeier innewohnte. Machen wir uns diese nur klar:
Die alte Kirche kannte die tägliche Meßfeier nicht, jetzt in der Quadragesima findet sie fast täglich statt; der Dominus apostolicus der Papst ist anwesend, die Täuflinge, die Büßer sind eine lebendige Predigt, der gemeinsame Zug, das Zusammenströmen vieler Gläubigen, die ehrwürdige Kirche, die Grabstätte eines verehrten Heiligen, die Predigt, alle diese psychologischen Mittel sind nicht zu übersehen.

Pius Parsch, Das Jahr des Heiles, 1929, S. 332 f.