Hymnus

Zurzeit etwas fanatisch…

(wenn auch nicht die beste Qualität dennoch sehr beeindruckend mit diesen vielen Menschen…)

 

En clara vox redarguit
Obscúra quæque personans:
Procul fugéntur sómnia,
Ab alto Iesus prómicat.

Mens iam resúrgat tórpida,
Non ámplius iacens humi:
Sidus refúlget iam novum,
Ut tollat omne nóxium.

En Agnus ad nos míttitur
Laxáre gratis débitum:
Omnes simul cum lácrimis
Precémur indulgéntiam.

Ut cum secúndo fúlserit,
Metúque mundum cínxerit,
Non pro reátu púniat,
Sed nos pius tunc prótegat.

Virtus, honor, laus, glória
Deo Patri cum Fílio,
Sancto simul Paráclito,
In sæculórum sæcula.
Amen.

Hört, wie der grelle Schrei uns ruft
Und hallt durchs Dunkel, dass vergeh‘
Und weiche alle Schläfrigkeit;
Es schimmert Jesus aus der Höh‘.

Es stehe auf der träge Geist
Und lieg nicht länger auf der Erd‘,
Das Tag’sgestirn zeigt neuen Glanz,
Es schwinde alles, was verkehrt.

Uns wird das Gotteslamm gesandt,
In Gnad zu lösen unsre Schuld;
Drum lasset uns mit Tränen all
Von ihm erbitten reiche Huld.

Dass, wenn es wiederum erscheint
Und ganz in Schrecken hüllt die Welt,
Es uns in Güte schütz und schirm,
Und nicht uns nach Verdienst vergelt.

Triumph und Ehre, Lob und Preis
Sei Gott dem Vater und dem Sohn,
Mit ihnen auch dem Heiligen Geist
In Ewigkeit auf gleichem Thron.
Amen.

Hymnus zur Laudes, Übersetzung von Erzpriester Dr. Stephan, Rubriken von 1960

Ein wenig »Entweltlichung« am frühen Abend

O Herr, der du gemacht das All,
Der Gläub’gen ewig selig Licht,
Der du erhebst uns aus dem Fall,
Verschmähe unser Flehen nicht.

Der du, dass nicht die Welt durch List
des Satans ganz zugrunde geht,
Von Huld gerührt, gekommen bist,
Dass aus dem Elend sie ersteht;

Der du das bitt’re Menschheitslos
Bedauernd, zu dem Kreuzesstamm
Aufsteigend aus der Jungfrau Schoß,
Trittst unter uns als Opferlamm;

Vor dessen Größe, Würde, Macht
Und Namen alles, was da lebt,
Der Himmel und die Höllenmacht,
Die Knie beugt und furchtsam bebt;

Dich, Richter einst am jüngsten Tag,
Dich fleh’n wir an voll Andachtsglut,
Nimm uns, dass nicht die ew’ge Plag‘,
Werd‘ unser Los, in deine Hut.

Rühmt alle nun und lobt und preist
Die heiligste Dreifaltigkeit,
Den Vater, Sohn und Heil’gen Geist
Von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen.*

Es gibt so viele schöne Texte und Dinge… Manchmal bin ich traurig darüber ihnen nicht so viel Beachtung zu schenken… Und manchmal auch darüber das ich dem Ganzen gar nicht gerecht werden kann, auch wenn ich es versuche. Aber letztlich… Gaudete! 🙂

*Hymnus aus der Vesper des Tages, Übersetzung von Erzpriester Dr. Stephan, Rubriken von 1960

Für den heutigen grauen Tag…

Auch wenn es mittlerweile eine deutsche Übersetzung online gibt, empfinde ich die englische schöner… (Vielleicht sollte ich mir also doch kein Latein-Deutsches Diurnale zulegen…)

This the confessor of the Lord, whose triumph
Now all the faithful celebrate, with gladness
On this feast day year by year receiveth
Merited honors.

Saintly and prudent, modest in behaviour,
Peaceful and sober, chaste was he, and lowly.
While that life’s vigour, coursing through his members,
Quickened his being.

Sick ones of old time, to his tomb resorting,
Sorely by ailments manifold afflicted,
Oft-times have welcomed health and strength returning,
At his petition.

Whence we in chorus gladly do him honour,
Chanting his praises with devout affection,
That in his merits we may have a portion,
Now and forever.

His be the glory, power and salvation,
Who over all things reigneth in the highest,
Earth’s mighty fabric ruling and directing,
Onely and Trinal.
Amen.*

Hymnus zur Vesper, Rubriken von 1960

Lesestunde zum morgigen Hochfest

Fuggerei Augsburg

Break the sinners‘ fetters,
Light to blind restoring,
All our ills dispelling,
Every boon imploring.*

Festgeläute durchklingt meine Seele und versetzt mich in die Dämmerstunde unserer Erlösung: Der urewige Ratschluß Gottes erfüllt sich, Maria’s makellose, gnadenvolle Seele verbindet sich mit dem heiligen Leib zur Wohnung Gottes unter den Menschen. Als leuchtendes Symbol der heiligmachenden Gnade steht die unbefleckte Jungfrau vor mir; sehnsüchtig suche ich mit meinen Lippen in den Lobpreis ihres Herzens einzustimmen: „Hochpreiset mit mir den Herrn!“**

*aus dem Hymnus der 1. Vesper
**Pius Parsch – Das Jahr des Heiles, I. Bd: Advent bis Ostern, 1929, S. 54.

Heute mal wieder einen guten Morgen ;-)

Zum Weihefest der Basiliken St. Peter und St. Paul zu Rom… 🙂

How awesome is this place! This is none other than the house of God; this is the gate of heaven; and it shall be called the court of God.*

Keine Kirche aus Rom, aber trotzdem beeindruckend... Dom in Trier.

Nicht mal eine Kirche aus Rom, aber trotzdem beeindruckend… Dom in Trier.

From highest heaven, the Father’s Son,
Descending like that mystic stone
Cut from a mountain without hands,
Came down below, and filled all lands;
Uniting, midway in the sky,
His house on earth, and house on high.

That house on high, it ever rings
With praises of the King of kings;
Forever there, on harps divine,
They hymn th‘ eternal One and Trine;
We, here below, the strain prolong,
And faintly echo Sion’s song.

O Lord of lords invisible!
With thy pure light this temple fill:
Hither, oft as invoked, descend;
Here to thy people’s prayer attend;
Here, through all hearts, forevermore,
thy Spirit’s quick’ning graces pour.

Here may the faithful, day by day,
Their hearts‘ adoring homage pay;
And here receive from thy dear love
The blessings of that home above;
Till loosened from this mortal chain,
Its everlasting joys they gain.

To God the Father, glory due
Be paid by all the heavenly host;
And to his only Son most true;
With thee, O mighty Holy Ghost!
To whom, praise, power, and blessing be,
Through th‘ ages of eternity,
Amen.**

*Aus dem Introitus der heutigen Messe
**Hymnus zur Laudes (vom Tag), Rubriken von 1960

Doppelter Guten Morgen! ;-)

Heute gibt’s gleich zwei Hymnen… Den ’neuen‘ (Rubriken von 1969? +help+) fand ich heute nämlich auch ganz schön… 🙂

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See the golden sun arise!
Let no more our darkened eyes
Snare us, tangled by surprise
In the maze of sin!

From false words and thoughts impure
Let this light, serene and sure,
Keep our lips without secure,
Keep our souls within.

So may we the day-time spend,
That, till life’s temptations end,
Tongue, nor hand, nor eye offend!
One, above us all,

Views in his revealing ray
All we do, and think, and say,
Watching us from break of day
Till the twilight fall.*

Öffne meine Augen, Herr,
für die Wunder deiner Liebe.
Mit dem Blinden rufe ich:
Heiland, mache, dass ich sehe.

Öffne, meine Ohren, Herr,
für den Anruf meiner Brüder.
Lass nicht zu, dass sich mein Herz
ihrer großen Not verschließe.

Öffne meine Hände, Herr,
Bettler stehn vor meiner Türe
und erwarten ihren Teil.
Christus, mache, dass ich teile.**

*Hymnus zur Laudes (vom Tag), Rubriken von 1960
**Hymnus zur Laudes, 31. Woche im Jahreskreis, Stundenbuch: 3.

Ein paar Zeilen zum Mittag

In letzter Zeit habe ich den kleinen Horen nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Da ich heute zufällig zur Mittagshore im Kloster anwesend war, war es eine gute Gelegenheit mal wieder „reinzuschnuppern“. Der ‚gewöhnliche‘ Hymnus zur Sext ist mir persönlich dabei heute ans Herz gegangen.

O God of truth, O Lord of might,
Who orderest time and change aright,
Who send’st the early morning ray,
And light’st the glow of perfect day:

Extinguish thou each sinful fire,
And banish every ill desire;
And while thou keep’st the body whole,
Shed forth thy peace upon the soul.*

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Kreuzgang, Trier Dom

*Hymnus zur Sext, Rubriken von 1960

Einen schönen guten Morgen :-)

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As the bird, whose clarion gay
Sounds before the dawn is grey,
Christ, who brings the spirit’s day,
Calls us, close at hand:

Wake! he cries, and for my sake,
From your eyes dull slumbers shake!
Sober, righteous, chaste, awake!
At the door I stand!

Lord, to thee we lift on high
Fervent prayer and bitter cry:
Hearts aroused to pray and sigh
May not slumber more:

Break the sleep of death and time,
Forged by Adam’s ancient crime;
And the light of Eden’s prime
To the world restore!*

Hymnus zur Laudes (vom Tag), Rubriken von 1960

Musikalisches

Zum Fest der Hl. Birgitte am 08. Oktober hat man mich mit diesem Laudeshymnus aus dem Eigenritus des Erlöserordens bekannt gemacht.

Das erste Mal, das ich bei einer Vertonung sagen konnte das sie mir wirklich gut gefallen hat… und die ich selbst jetzt hin und wieder nutze um Ruhe zu finden (und anschließend den Rosenkranz zu beten). 🙂

Den entsprechenden (und übersetzten) Text gibts hier.