Interpretations-Bienchen

Unerwarteter Aufruf zur Beichte?

Ich gebe zu ‚ein wenig‘ interpretationswütig zu sein… Manchmal passiert das einfach. Statt dem Krinchen-Bienchen heute also ein Interpretations-Bienchen. Zuletzt passierte so was gestern wieder…
Im Radio lief das neue Lied der Band Silbermond mit dem Titel Leichtes Gepäck. Hier ein paar Zeilen, den kompletten Song kann man sich beim Klick aufs Cover anhören, wenn man möchte.

Silbermond-Cover

Eines Tages fällt dir auf
dass du 99% nicht brauchst
Du nimmst all den Ballast
und schmeisst ihn weg
Denn es reist sich besser
mit leichtem Gepäck

Nicht nur ein kleiner
Hofstaat aus Plastik auch
die Armee aus Schrott und Neurosen
auf deiner Seele wächst immer mehr
hängt immer öfter Blutsaugend an deiner Kehle
Wie Geil die Vorstellung wär
das alles loszuwerden
Alles auf einen Haufen
mit Brennpaste und Zunder
und es lodert und brennt so schön
Ein Feuer
in Kilometern noch zu seh’n

Ganz offensichtlich ist die Intention des Liedes sich von ‚Altlasten‘ zu trennen; ob nun materielle Gegenstände oder aber emotionale Eindrücke – Alles was man nicht (mehr) braucht soll verschwinden – Denn dann lässt es sich einfacher leben.
Bei der Stelle „[die] Armee aus Schrott und Neurosen auf deiner Seele wächst immer mehr“ drängt sich mir jedoch automatisch die Frage auf: Was soll ich dagegen tun? Wie kann ich diesen ‚Schrott‘ loswerden, um gut und ‚einfacher‘ durchs Leben zu gehen?

  • Möchte die Band (unbewusst) vielleicht doch vermitteln, dass man durch die Versöhnung, durch das Sakrament der Beichte (und Buße) Gepäck loswerden kann?
    Schließlich schmeißt seinen Ballast dort weg, man reist danach besser – Mit leicht[er]em Gepäck. 😉