Kurzmitteilung

Mea Maxima Culpa

In meinen Entwürfen findet sich ein leerer Beitrag mit dieser Überschrift… Ich hab keinen blassen Schimmer was ich daraus machen wollte, aber grundsätzlich kann man das ja auch einfach mal so stehen lassen – spricht schließlich jeden an.


(Das sind mal viele Kerzen…)

Ora pro nobis, S. Antonine!

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Lannister-Beichte

Für gewöhnlich zitiere ich hier ja nicht aus meinen „Freizeit-Büchern“, aber vorhin bin ich doch über etwas gestolpert, was ich ganz interessant fand.

„Where to begin? I am a little man, I confess it. My crimes and sins are beyound counting, my lords and ladies. I have lain with whores, not once but hundreds of times. I have wished my own lord father dead, and my sister, our gracious queen, as well. […] I have not always treated my servants with kindness. I have gambled. I have even cheated, I blush to admit. I have said many cruel and malicious things about the noble lords and ladies of the court.“ […]
— „What do you imagine you are doing, dwarf?“ […]
„Why, confessing my crimes, my lady.“

George R.R. Martin, A Song of Ice and Fire Book 1: A Game of Thrones, Tyrion, 1996, S.420

An dieser Stelle wird von Tyrion erwartet einen Mord zu gestehen (den er jedoch nicht begangen hat). Ich fand es jedoch ganz nett, dass Martin Tyrion hier Verbrechen aufzählen lässt, die doch viel mehr in einen Beichtstuhl gehören, als vor ein weltliches Gericht… 😉

Zum Ende des Oktavtages…

Maria Knotenlöserin, St. Moritz, Augsburg

Maria Knotenlöserin (eingerahmt von den Stadtpatronen Hl. Ulrich & Hl. Afra), St. Peter am Perlach, Augsburg

Salve, Ragina,
mater misericordiae;
vita, dulcedo
et spes nostra, salve.
Ad te clamamus, exsules filii Evae.
Ad te suspiramus, gementes et flentes
in hac lacrimarum valle.
Eia ergo, advocata nostra,
illos tuos misericordes oculos ad nos converte.
Et Jesum, benedictum fructum ventris tui,
nobis post hoc exsilium ostende.
O clemens, o pia, o dulcis Virgo Maria.

Aus der Dogmatische Bulle Ineffabilis Deus unseres Hl. Vaters Pius IX zur Erklärung des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis (8. Dezember 1854)

Darum wählte er von Anfang an und vor aller Zeit schon für seinen eingeborenen Sohn eine Mutter aus, und bestimmte, dass er von ihr in der seligen Fülle der Zeiten als Mensch geboren werden sollte; ihr wandte er mehr als allen anderen Geschöpfen seine besondere Liebe zu und fand an ihr allein sein höchstes Wohlgefallen. So überhäufte er sie weit mehr als alle Engel und Heiligen mit einer Fülle himmlischer Gnadengaben, die er aus der Schatzkammer seiner Gottheit nahm, begnadete sie so wunderbar, dass sie allzeit frei blieb von jeder Makel der Sünde, dass sie ganz schön und vollkommen wurde und eine solche Fülle von Reinheit und Heiligkeit besaß, dass man, außer in Gott, eine größere sich nicht denken kann und dass niemand außer Gott sie begreifen kann.

Und es war auch ganz entsprechend, dass sie stets im Glanze vollkommenster Heiligkeit strahlte, dass sie sogar frei blieb von der Makel der Erbsünde und so über die alte Schlange einen vollen Sieg errang, sie, die verehrungswürdige Mutter, der Gott Vater seinen einzigen Sohn, der aus seinem Schoße ihm wesensgleich hervorgeht und den er liebt wie sich selbst, voll und ganz anvertrauen wollte. So sollte auf Grund natürlicher Bande ein und dieselbe Person das gemeinsame Kind Gott Vaters und der Jungfrau werden. Der Sohn selber aber erwählte sich diese Mutter und der Heilige Geist wollte und bewirkte, dass der von ihr empfangen und geboren wurde, aus dem er selbst hervorgeht.[…]

Diese Unsere Worte sollen vernehmen die Uns so teuern Söhne der katholischen Kirche; sie sollen fortfahren mit stets glühenderem Eifer der Frömmigkeit, der Liebe und Hingabe die seligste Gottesgebärerin und Jungfrau Maria, die ohne Makel der Erbsünde empfangen wurde, zu verehren, anzurufen und anzuflehen; sie sollen zur süßen Mutter der Barmherzigkeit und Gnade in jeglicher Gefahr, Angst und Not ihre Zuflucht nehmen und in Zweifeln und Furcht mit allem Vertrauen sich ihr nahen. Keine Furcht und kein Zweifel braucht den zu schrecken, den sie leitet, über dem sie schwebt, dem sie gnädig ist und den sie beschützt. Zweifellos ist sie von Mutterliebe gegen uns erfüllt, sie sorgt für unser Heil und ist für das ganze Menschengeschlecht besorgt. Sie ist gesetzt vom Herrn als Königin des Himmels und der Erde, über alle Chöre der Engel erhaben und über alle Heiligen und steht zur Rechten ihres eingeborenen Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus. Wenn sie ihn mit ihren mütterlichen Bitten bestürmt, so hat sie Erfolg; sie findet, was sie von ihm zu erlangen sucht, und ihre Wünsche bleiben nicht unerfüllt.

Mein erster Kalender :-)

So ein bisschen was weihnachtliches kann ich ja auch aufbieten…

Ich hab ja bis vorhin daran gezweifelt, dass er ankommt, aber er ist doch tatsächlich angekommen: Mein überhaupt allererster traditioneller Kalender! 🙂
Und so liebevoll mit persönlicher Anrede (ok… Word-Serienbriefe-Funktion sei Dank) und richtiger Unterschrift.

Wie heute schon vom lieben Tarquinius berichtet liegt dem ganzen auch noch ein Kalendarium mit Adressen und Apostolaten bei – Da hab ich gleich entdeckt das eine alte Messe, die ganz in meiner Nähe gehalten wird von einem Priester des Instituts zelebriert wird!
Außerdem hat sich noch ein weiteres schönes Goodie versteckt.;-)
Zu jedem Monat gibt es auch noch einen kleinen Spruch oder ein Zitat.

Ich freu mich so! 🙂 (Jetzt muss nur noch ein Platz gefunden werden zum Aufhängen…)

 

Den Kalender kann man hier bestellen.

So sieht man doch ein bisschen besser

Die Sache mit den Ablässen (mit hoffentlich hilfreichen Kommentaren…)

Der Katechismus der katholischen Kirche (okay, das Kompendium) schreibt:

Ablässe sind der Erlass einer zeitlichen Strafe vor Gott für Sünden, die hinsichtlich der Schuld schon vergeben sind. Einen solchen Erlass erlangt der Gläubige unter bestimmten Bedingungen für sich oder für die Verstorbenen durch den Dienst der Kirche, die als Vermittlerin der Erlösung den Schatz der Verdienste Christi und der Heiligen austeilt.

Zur jetzigen Zeit erlangt man einen solchen Ablass auch beim Durchschreiten einer sog. Heiligen Pforte, vorausgesetzt die Bedingungen sind erfüllt:

  • die innere Disposition des Freiseins von jeglicher Anhänglichkeit an die Sünde, auch die läßliche, hat
  • die sakramentale Beichte seiner Sünden vornimmt
  • die Allerheiligste Eucharistie empfängt
  • nach Meinung des Heiligen Vaters betet

Heißt das nun Praktisch:
Ich gehe beichten und tue das mir aufgelegte Bußwerk – Gehe bestenfalls direkt anschließend bei der Hl. Messe zur Kommunion – bete vielleicht anschließend nach der Meinung des Heiligen Vaters – laufe durch die Pforte und habe so meinen Ablass erhalten?

Gehen wir mal davon aus die oberen Bedingungen sind erfüllt, ich laufe durch diese Pforte am Kölner Dom und, wie es so kommen kann, werde von einem Teil des immerwährenden Gerüstes erschlagen… Kann ich dann davon ausgehen der Läuterungen im Purgatorium zu entgehen?
Andersherum, wenn ich schon, bevor ich den Dom überhaupt betreten habe von dem Gerüst erschlagen werde, ist das einfach doof gelaufen und schlechtes Timing?

Irgendwie tu ich mich mit dieser ganzen Thematik sehr schwer… Auch wenn man mir das vielleicht schon mehrfach zu erklären versucht hat, treiben mich immer wieder dieselben Fragen und Gedanken um…

Munda cor meum

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Maria Vesperbild

Confíteor Deo omnipoténti, beátæ Maríæ semper Vírgini, beáto Michaéli Archángelo, beáto Ioánni Baptístæ, sanctis Apóstolis Petro et Paulo, ómnibus Sanctis, et tibi, pater: quia peccávi nimis cogitatióne, verbo et opere: mea culpa, mea culpa, mea máxima culpa. Ideo precor beátam Maríam semper Vírginem, beátum Michaélem Archángelum, beátum Ioánnem Baptístam, sanctos Apóstolos Petrum et Paulum, omnes Sanctos, orare pro me ad Dóminum, Deum nostrum.

Zum Jahr der Barmherzigkeit

Die liebe Theresia hat heute bereits das Gebet zum Heiligen Jahr gepostet.

Kurz ergänzen möchte ich nur noch was ich gestern in Maria Vesperbild in einer „Broschüre“ zum Jahr der Barmherzigkeit entdeckt habe, aus der Verkündigungsbulle Misericordiae vultus.

Der Tragebalken, der das leben der Kirche stützt, ist die Barmherzigkeit. Ihr gesamtes pastorales Handeln sollte umgeben sein von der Zärtlichkeit, mit der sie sich an die Gläubigen wendet; ihre Verkündigung und ihr Zeugnis gegenüber der Welt können nicht ohne  Barmherzigkeit geschehen.

Wenn Messdiener die hl. Messe schöner machen… oder so.

Neulich sprach ich mal über die Frömmigkeit und darüber wann und woher man denn wissen wolle ob jemand fromm ist oder ob es nur so scheint.
Am Ende stand dann die Unterscheidung zwischen den frömmigen Handlungen und dem Handelnden selbst… Es ist eine fromme Handlung eine hl. Messe zu besuchen – Ob ich diese jedoch aus frommen Gründen besuche oder um den tollen Messdiener dort anzuhimmeln und zu beeindrucken kann niemand anderes beurteilen… Letztendlich bleibt die objektive Handlung des Messbesuchs (ob nun mit oder ohne Messdiener) jedoch fromm – Was wir dabei in unserem Herzen tragen weiß Gott allein… Aber das er es weiß sollte uns bewusst sein. 😉
Dem Thema der „wahren Frömmigkeit“ bin ich dann gestern nochmals in der Philothea begegnet.

Es gibt nur eine wahre Frömmigkeit, an falschen und irrigen Spielarten dagegen eine ganze Reihe. Wenn du die echte nicht kennst, kannst du dich leicht verirren und einer unbrauchbaren, abergläubischen nachlaufen.[…] Ein anderer hält sich für fromm, weil er täglich eine Menge Gebete heruntersagt, obwohl er nachher seiner Zunge alle Freiheit lässt für Schimpfworte, böse und beleidigende Reden gegen Hausgenossen und Nachbarn. […] Der andere verzeiht wohl seinen Feinden, seine Gläubiger befriedigt er aber nur, wenn ihn das Gericht dazu zwingt.
Gewöhnlich hält man alle diese Menschen für fromm, sie sind es aber keineswegs. Die Leute Sauls suchten David in seinem Haus; Michal legte in sein Bett eine Holzfigur, angetan mit Davids Kleidern, und täuschte ihnen vor, David liege krank danieder (1 Sam 19,11ff). So umhüllen sich auch viele Leute mit bestimmten Handlungen, die zur heiligen Frömmigkeit gehören, und die Welt hält sie deswegen für fromme, religiöse Menschen. In Wirklichkeit besitzen sie aber nur den Schein der Frömmigkeit.

Franz von Sales, Philothea, 1. Kapitel: Was ist wahre Frömmigkeit?

Hl. Katharina von Alexandria

Patronin der Heiratswilligen und Ehefrauen
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Lukas Cranach der Ältere: Die mystische Vermählung von Katharina (links) mit Jesus (dem Kind), um 1516, Museum der schönen Künste in Budapest. Ökumenisches Heiligenlexikon

 

O God, Who didst give the Law unto Moses upon the top of Mount Sinai, and there didst cause the body of thy blessed Virgin and Martyr Catharine to be marvelously laid by thine holy Angels, grant unto us, we beseech thee, for her sake and at her prayers, that we may finally attain unto that mountain which is Christ.*

 

 

 

*Kollekte vom Fest, Rubriken von 1960